Im Loher Grund
von Heinz Schillinger

Aquarell auf Bütten
50 x 70 cm

 

Heinz Schillinger (27.07.1929 - 17.02.2008) wurde in Nürnberg geboren. Seine berufliche Karriere begann er mit einer Lehre zum Positivretuscheur und einer Anschlussausbildung an der Nürnberger Fachschule für das grafische Gewerbe. 1950 studierte er schließlich noch in der damals nach Ellingen ausgelagerten Akademie der bildenden Künste. Bereits im Alter von 30 Jahren gründete er seine eigene Werbeagentur, mit der er sehr erfolgreich war. Über Nürnberg hinaus bekannt wurde er durch Werbeplakate und besonders prägnante Firmensignets (z. B. der Knopf von Wöhrl, der Büffel im Firmenlogo der Spielwarenfirma Big). 1979 wurde er zum Professor an die Akademie der Bildenden Künste in Nürnberg berufen, wo er bis 1991 den Lehrstuhl für Grafikdesign innehatte. Die kleinsten grafischen Werke Schillingers hatten die größte, ja sogar weltweite Verbreitung. Knapp 400 Briefmarken stammen aus seiner Feder, dabei reicht die Bandbreite seiner Motive von Blumen und Pflanzen über Schiffe, Eisenbahnen, Autos, Motorräder (historische Fahrzeuge), Städteansichten bis hin zu wunderschönen Miniaturlandschaften. Sein „Limburger Dom“ wurde 1989 vom Weltpostverein zur „schönsten Briefmarke der Welt“ gekürt. Nur wenige Tage vor seinem Tod erschien seine letzte Briefmarke: „1000 Jahre Dorfkirche Bochum-Stiepel“.

Für unser Bild des Tages haben wir uns eines von Schillingers zahllosen fränkischen Landschaftsbildern ausgewählt, die der Künstler immer direkt vor Ort malte. Seine Maltechnik mit Aquarellfarben beherrschte er perfekt. Auch in den von ihm bevorzugten, für Aquarelle relativ großen Formaten (ab 50 x 70 cm) sind alle Farbverläufe vollkommen harmonisch. Die Landschaften wirken real, sind im Detail aber doch recht locker interpretiert.

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